In einigen deutschen Städten werden bereits die ersten LTE-Sendeanlagen errichtet und schon werden erste Zweifel laut an der Technologie, da noch nicht abzuschätzen ist, wie sie auf die Gesundheit wirken wird. Auch international gibt es dazu noch keine Forschungen. Wie weit die Grenzwerte im Nahbereich durch die LTE–Sendeanlagen ausgeschöpft werden, sei hier eine zentrale Fragestellung der Studie. Das Zentrum für Mobil- und Satellitenfunktechnik in Kamp-Lintfort hat diesen Auftrag gegeben.
Erste LTE Masten aufgestellt
Vodafone nahm am 23. 09. 2010 in Heiligendamm, welches zu einem Seebadeort im Mecklenburg-Vorpommern gehört, seine erste LTE-Basisstation in Betrieb. Erster LTE Betreiber war allerdings die Deutsche Telekom, sie nutzt die ersten Masten bereits seit dem 30. 08. 2010 im brandenburgischen Kyritz. O2 kam als Zweiter an die Reihe und nahm seinen Mast am 08. 09. 2010 in München in Betrieb. Weitere Masten folgen im Laufe der nächsten Monate überall in Deutschland.
Die Studie untersucht insgesamt sieben LTE-Sendeanlagen, davon fünf im Testgebiet in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie zwei LTE-Sendeanlagen in Brandenburg und Bayern im Pilotbetrieb. Doch ist die Ermittlung der Immissionen sicher, denn es wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die LTE-Sendeanlagen derzeit nur ein geringes Verkehrsaufkommen abzuwickeln haben. Die gewonnenen Messdaten werden daher auf eine maximal mögliche Vollauslastung der LTE-Anlagen hochgerechnet. Die gesammelten Ergebnisse werden dann von der Kommission am 10. November in München vorgestellt.
Warnungen
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland warnte bereits im Dezember 2009 vor der neuen Welle des Mobilfunkausbaus durch LTE. Sie befürchten schwere gesundheitliche Schäden durch die Mobilfunkstrahlung. Was diese bei der menschlichen Gesundheit anrichten, sei noch viel zu wenig erforscht worden. Auch aus diesem Grund sind Experten auf die Vorstellung der Messergebnisse gespannt. Wie die Werte dann ausfallen, ist entscheidend, wie die weitere Geschichte von LTE weitergeht. Doch es ist anzunehmen, dass es noch eine Menge interessanter Geschichten geben wird.
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